2011 Auswandern nach Spanien

 

Der Verbraucherschutz Spanien warnt eindringlich davor, unvorbereitet und ohne finanzielle Rücklagen, nach Spanien auszuwandern.

Viele Deutsche glauben heimischen Problemen durch  auswandern entfliehen zu können. Besonders beliebt ist die Übersiedlung nach Spanien und dort besonders auf die Balearen und an die Costa Blanca.

Wer diesen Schritt tut, muss wissen dass  die Lebenshaltungskosten dort deutlich über denen in Deutschland liegen. Das gilt für Mieten genauso wie für den Einkauf im Supermarkt.

Die Arbeitslosenquote  liegt Landesweit bei etwa 20%. Wer spanisch nicht perfekt beherrscht hat kaum eine Chance am Arbeitsmarkt. Jobs bei denen die Sprachkenntnisse nicht  so wichtig waren sind weitgehend weggebrochen, nachdem die Baubranche stagniert.

So mancher landet  bei deutschen Arbeitsanbietern, zum Beispiel bei Immobilienbüros auf Provisionsbasis, Callcentern, Gastronomen etc., oftmals ohne Anmeldung bei der Sozialversicherung, also weder Kranken-noch Rentenversichert.

Wer einen Job findet verdient meist weniger als 1000 Euro im Monat und das bei Arbeitszeiten, die durchaus 10 Stunden oder mehr  pro Tag betragen können. In der „Feriensaison“  ist oftmals auch der Samstag und Sonntag noch Arbeitstag.

Auch die Selbstständigkeit ist keine Alternative.  Die Klassiker, Immobilien und Gastronomie leiden ebenfalls unter der spanischen Wirtschaftsflaute und viele geben auf.

Bankkredite sind für Ausländer nicht haben. Ausländerkonten werden von spanischen Banken nur auf Guthabenbasis geführt. Abbuchungen zum Beispiel von Stromrechnungen, werden selbst bei einer Unterdeckung von wenigen Cent nicht ausgeführt.

Wer nicht die finanzielle Rücklage hat um nach Deutschland zurückzukehren kann nur auf Freunde und Verwandte hoffen. Sozialleistungen des deutschen Staates werden im Ausland nicht gezahlt. Auch Botschaften und Konsulate helfen allenfalls bei der Kontaktaufnahme in Deutschland mit der Möglichkeit kostenloser Telefonate.

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