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Rechtsruck in Katalonien- Schwächung für Zapatero

 

Bei der Regionalwahl in Katalonien haben die Nationalisten kräftig zugelegt. Die Sozialisten mussten Spaniens wirtschaftlich stärkste Region nach sieben Jahren Regierungszeit an die Nationalisten abgeben.

Sie kamen nur noch auf 28 Sitze von 135, das sind neun weniger als vor vier Jahren.  Neben den Sozialisten verloren auch die anderen Linksparteien kräftig an Stimmen.

Die katalanischen Nationalisten der CiU unter Artur Mas gewannen hingegen 62 der insgesamt 135 Sitze im Regionalparlament in Barcelona. Damit verfehlten sie zwar die absolute Mehrheit, sind aber mit Abstand die stärkste Kraft.
Die PP, die in Katalonien vorher kaum von Bedeutung war, gewann vier Sitze und wurde damit zur drittstärksten Kraft hinter der CiU und der PSC. Die konservative Volkspartei hatte zuvor im Wahlkampf u. a. das  Thema illegale Einwanderung in besonders makabrer Weise aufgegriffen und damit landesweit für Aufsehen gesorgt. Auf ihrer Homepage hatten die Konservativen ein Online Videospiel installiert, in dem ihre Wahlkampfkandidatin Alicia Sánchez Camacho als Alicia Croft Jagd auf Illegale macht. Die Wähler blieben davon offenbar unbeeindruckt, geschadet hat die Geschmacklosigkeit der PP nicht. Kandidatin und Partei feierten ihren Sieg.
Weniger glücklich über den Ausgang der Wahl dürfte der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sein. Seine Popularität ist wegen der Krise sowieso schon in Gefahr. Für ihn bedeutet der Sieg der Konservativen in Katalonien eine weitere Schwächung, nach Umfragen liegen Zapateros Sozialisten zudem landesweit deutlich hinter der konservativen Volkspartei PP zurück.

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