Umsatzeinbruch in Spanien

 

Nach der Einführung der erhöhten Umsatzsteuer von 21% sind die Verkaufsumsätze im Handel stark zurückgegangen. Das hat das Spanische Nationale Institut für Statistik INE jetzt mitgeteilt.

Die Regierung wollte mit der Erhöhung zum einen ihre leeren Kassen füllen und zum anderen die Forderungen der EU in Brüssel erfüllen. Die Erhöhung kam jedoch mitten in einer Phase, die ohnehin schon von Rezession geprägt war und führte u. a. allein im Monat September zu einer Erhöhung der Inflationsrate von 2,7 auf 3,4%. Zusammen mit der hohen Arbeitslosigkeit von inzwischen über 25% hat die erhöhte IVA die Konsumbereitschaft der Spanier im Einzelhandel dann im letzten Monat um 10,9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum abgeschwächt. Damit ist der Verbraucherkonsum der privaten Haushalte auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Krise 2008. Alle autonomen Regionen sind von diesem Rückgang betroffen. Am schlimmsten ist es in Murcia, wo die Konsumenten im letzten Monat 15,8% weniger Artikel im Einzelhandel kauften als noch im September 2011. Es folgen Andalusien (-14,5%), Extremadura (-10%) und die Kanaren mit 10,2% weniger Umsatz in den Geschäften. Auch die Beschäftigungssituation im Einzelhandel ist betroffen. Allein im letzten Monat ging die Zahl der Jobs in diesem Bereich um 1,2% im Vergleich zum 9. Monat 2011 zurück. Auch hier sind alle Regionen betroffen. Auf den Balearen zum Beispiel ging die Zahl der Arbeitnehmer im Einzelhandel trotz guter Zahlen im Tourismus um 2,4% zurück.

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