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Eurorettungsfond für Spanien – Meldungen stiften Verwirrung

 

Am Freitagmorgen meldeten verschiedene Zeitungen unter Berufung auf die Presse-Agentur Reuters Spanien werde voraussichtlich noch an diesem Samstag beim Euro-Rettungsfonds EFSF einen Antrag auf Hilfe für seine kriselnden Banken stellen.

"Es sind keine Entscheidungen, in welche Richtung auch immer, getroffen worden", sagte dann aber die Vizeregierungschefin Soraya Saenz de Santamaria am Freitagnachmittag in Madrid.

Spanien habe sich noch nicht festgelegt Hilfen des Eurorettungsfonds zur Stützung seiner maroden Banken in Anspruch zu nehmen.

Soraya Saenz de Santamaria sagte weiter, unabhängige Prüfer müssten zunächst den Bedarf ermitteln, der für die Bankenrettung nötig sei.

Die ersten Prüfungsergebnisse zu den spanischen Banken werden laut Wirtschaftsministerium bis zum 21. Juni erwartet. Eine zweite, detaillierte Prüfung der Banken werde dann bis zum 31. Juli abgeschlossen sein.

Aus Kreisen der EU und der deutschen Regierungskoalition hatte Reuters zuvor erfahren, dass Spanien voraussichtlich am Samstag beim Euro-Rettungsfonds EFSF einen Hilfsantrag zur Rekapitalisierung seiner Banken stellen werde.

Nach Einschätzung der Rating Agentur Fitch benötigen die spanischen Banken bis zu 100 Milliarden Euro an Kapital.

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