VS Spanien ermittelt im Anlageskandal K1

 

Die Schaltzentrale eines der größten Anlage-Flops Europas befand sich in Palma

Helmut Kiener hatte seit Mitte der 90er Jahre ein Vertriebssystem mit hunderten Maklern aufgebaut und überzeugte mit seinen Wunder-Fonds schließlich nicht nur Kleinanleger, sondern auch Großbanken.

Die angeblich sicheren Renditen von im Schnitt 18 Prozent pro Jahr sollte das halbautomatisierte "K1 Fund Allocation System" garantieren, mit dem die richtigen Hedgefonds ausgewählt werden sollten.

Die Finanzaufsicht untersagte mehrfach den Verkauf, auch nachdem das Geschäft ab 2003 über die British Virgin Islands lief.

Doch die Anwälte legten Widerspruch ein. Glaubwürdigkeit erhielt das System nicht nur durch das Auftreten des studierten Psychologen Kiener und seiner "operettenhaften"  Prospekte sondern auch dadurch, daß sich Beratergesellschaften, wie  PriceWaterhouseCoopers und später eine Treuhand AG aus Zürich  um die Buchhaltung kümmerten  – nach Außen Aushängeschilder für Seriosität.

Aber nicht nur die Beratergesellschaften, auch namhafte Großbanken auf deren Konten Anlegergelder eingezahlt wurden sollten dem Anleger Sicherheit suggerieren.

Hatten die Banken doch sogar selbst, ein gutes Verkaufsargument beim Anleger, in K1 investiert.

Viele glaubten an die phantastische Vermehrung ihrer Einlagen, dank  bestätigter Gewinnveröffentlichungen. Solange die Vermittler frisches Geld generieren konnten war es auch kein Problem den einen oder anderen Ungläubigen mit Gewinn auszuzahlen.

So fiel es über Jahre, dank des ständigen Geldzuflusses nicht auf, dass die Geldeinlagen durch Provisionen aufgezehrt wurden die sich an selbstgebastelten Gewinnen orientierten  auf die dann, obwohl gar nicht vorhanden, auch noch Provisionen ausgeschüttet wurden.

Erst 2008 kam das System ins Wanken. Die Krise. Verzweifelte Versuche den Markt nach Südamerika und Asien auszudehnen brachten nicht genügen Kapital um nunmehr  immer mehr eintreffende Rückforderungen von Anlegern zu bedienen.

In der Zeit von Ende 2008 bis Mitte 2009 ist festzustellen wie sich die Beteiligten, ihre  Anwälte, Treuhänder und Banken bemühen für sich selbst zu retten was zu retten ist.

Eine Dokumentation wurde aus der Einsicht  in Originaldokumente und Emails des Headoffice Kieners in Palma de Mallorca erstellt. Es handelt sich um  den weitgehend  kompletten  Bestand des Büros von Dieter Frerichs, dessen Adoptivsohn mit der Büroräumung vor Durchsuchung durch die Behörden beauftragt war.

Sie soll helfen die äußerst komplizierten Zusammenhänge dieses Fondgeschäftes darzustellen und den Anspruchsstellern bzw. ihren Rechtsvertretern Wege zur Anspruchsgeltentmachung aufzuzeigen.

 

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Ein Kommentar für “VS Spanien ermittelt im Anlageskandal K1”

  1. Ich lese in der Presse immer mein angelegtes Geld wäre veruntreut worden und die Banken hätten Kiener Kredite gegeben. 500 Millionen sollen so einfach weg sein ? Die Treuhänder müssten doch wissen was los ist. Als ich eingezahlt habe habe ich mich auf den guten Namen von PriceWaterhouseCoopers verlassen. Wisst ihr was ?

     
    • Hannes
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