Das Armutsrisiko in Spanien steigt

 

Seit 2009 hat die Zahl der Armen oder von Armut bedrohten Menschen in Spanien stark zugenommen. Jeder vierte Spanier hat nicht genug Geld zum Leben. Die autonomen Regionen Valencia, Murcia und Katalonien sind am stärksten betroffen, 500.000 der neu hinzugekommenen Armen wohnen in einer der drei Regionen.Von 2009 bis 2010 hat der Anteil der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Bevölkerung in Spanien um 1,1 Millionen Menschen zugenommen und stieg damit auf 11.6 Millionen Betroffene an. Das hat das spanische Netz zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung jetzt bekanntgegeben.
Die Armutswelle ist eine Folge der Krise und macht sich durch niedrige Einkommen, Arbeitslosigkeit und Kürzungen  von sozialen Zuwendungen bemerkbar. Als Resultat dieser Faktoren kamen allein zwischen 2009 und 2010 eine Million Menschen zu den von Armut bedrohten Bürgern hinzu. Die Betroffenen leiden unter permanenten materiellen Mängeln. Sie haben Probleme ihre Miete zu bezahlen, sie können sich keine Heizung leisten und können nur noch weniger als drei Tage in der Woche Fleisch oder Fisch essen. Es geht um Haushalte, in denen es kein Auto, keine Waschmaschine, keinen Fernseher und keine Telefon gibt.  Extraausgaben sind für die Betroffenen unmöglich und auch die kürzesten Ferien unbezahlbar.  Wenn diese Kriterien erfüllt sind befinden sich die Menschen in einer kritischen Situation, so eine Sprecherin des Netzes. In zwölf autonomen Regionen ist die Zahl der Betroffenen angestiegen. Hauptauslöser für die Armutswelle ist die Arbeitslosigkeit, Tendenz steigend.

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