• Home
  • Archiv
  • Dieter Frerichs (Kiener K1 Hedgefonds) – Verwirrung um den Nachlass

Dieter Frerichs (Kiener K1 Hedgefonds) – Verwirrung um den Nachlass

 

Im Juli 2010 verstarb Dieter Frerichs nach Suizid auf Palma de Mallorca. Er hatte mit Helmut Kiener über 5000 Kleinanleger und zwei Großbanken um mehr als 300.000 Euro betrogen.

Frerichs hatte aus den Anlagegeschäften Kieners mit K1 Invest und K1 Global gut 20 Mio. Euro kassiert, so die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Würzburg. Er soll  zum Zeitpunkt seines Todes weder ein nennenswertes Geldguthaben, Immobilien oder  anderes Vermögen besessen haben.

Der Adoptivsohn des Dieter Frerichs streitet seit 2010 mit der Alleinerbin um sein Pflichtteil.

Die langjährige Freundin, sie ist die Alleinerbin, Maria Antonietta L. gab am 27. Januar 2015 bei dem mit dem Erbstreit befassten Gericht in Palma de Mallorca zu Protokoll, das Erbe des Verstorbenen bestünde lediglich aus drei Bankkonten.

Bei der Commerzbank, der Dresdner Bank in Deutschland und der Banca March in Palma de Mallorca. Nach der Redaktion vorliegenden Informationen soll es sich um insgesamt 5.964 Euro handeln.

Weiteres Vermögen versichert Frau Maria Antonietta L. gegenüber dem Gericht in Palma bestehe nicht, auch nicht zugunsten ihrer Kinder.

Allerdings hatte die Staatsanwaltschaft in Würzburg 2010 Gemeinschaftskonten der Maria Antonietta L., deren Kinder und des Dieter Frerichs in Deutschland, der Schweiz und Österreich mit Guthaben von insgesamt 912.835,78 Euro beschlagnahmt.  

Hinzu kommen noch weitere Gemeinschaftskonten, die der Staatsanwaltschaft Würzburg scheinbar nicht bekannt waren, zum Beispiel in Gibraltar und Luxemburg und weitere in der Schweiz sowie in Österreich.

Bisher ungeklärt auch die Schenkungen des Erblassers an seine Lebensgefährtin und deren Kinder. Hier soll es sich um Immobilien, Kunst, ein Boot und Autos handeln.

Der Anwalt des Adoptivsohnes des Dieter Frerichs, Clar Pou (Palmajuris) prüft aufgrund der Versicherung der Alleinerbin zum Nachlass vor dem Gericht in Palma weitere Schritte. Es werde auch Hinweisen auf Konten in Südamerika und Grundstücken in Uruguay nachgegangen.

Das Gericht in Palma wird sich im Juni diesen Jahres, vier Jahre nach dem Tod von Frerichs, in einer ersten mündlichen Verhandlung mit der Erbauseinandersetzung befassen.

Geben sie einen Kommentar ab

© 2010 Verbraucherschutz Spanien und Autoren. Nachdruck auch auszugsweise verboten. AGB http://www.vsspanien.de/bedingungen.htm