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Handytelefonate sollen in Spanien billiger werden

 

Das verlangt die EU von allen Handyanbietern mit eigenem Netz. Die Kommission des spanischen Telekommunikationsmarktes CMT widersetzt sich der Forderung und will erst ab 2014 mit den Preisen heruntergehen.  EU Kommissarin Neelie Kroes will im Gegensatz hierzu, dass die Spanier ihre Tarife bis Ende 2012 anpassen und damit um 75 bis 80 % senken.  Sie argumentierte jetzt bei einem Treffen mit der Telekommunikationskommission der Spanier, sie hätten schon drei Jahre Zeit gehabt ihre Tarife anzupassen und es gebe keinen Grund warum die spanischen Kunden noch immer mehr bezahlen sollten, schon gar nicht in Zeiten der ökonomischen Krise.  CMT konterte, die Preispolitik liege bei den nationalen Anbietern und man folge den abgesprochenen Fristen. Eine starke Reduzierung der Preise hätte einen negativen Effekt auf den Sektor und behindere die notwendigen Investitionen für neue Netze.
Die EU Kommission verlangt die Anpassung an das europäische Recht innerhalb der nächsten drei Monate. Hintergrund ist: Spätestens am 31.12. 2012 dürfen die Tarife der Mobiltelefonie in der gesamten EU nur noch den tatsächlichen Kosten entsprechen.

Für Spanien würde eine Verwirklichung der Forderungen einen enormen Preisnachlass bei den Handygesprächen bedeuten. Es stünde eine Reduzierung der Verbindungspreise von 4 auf 1.09 Cent bei Movistar, Vodaphone und Orange und von 4,98 auf 1,09 Cent pro Minute bei Yoigo an.

 

 

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