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Spanien nimmt die Banken in die Pflicht – Immobilienwerte fallen

 

Die spanische Regierung will die Krise im eigenen Land endlich in den Griff bekommen und krempelt dafür den eigenen Banken-Sektor um. In Zukunft soll jedes Institut seine faulen Papiere in eine eigene Bad Bank auslagern – und zusätzlich deutlich höhere Rücklagen bilden.

Das bedeutet unter anderem, Immobilen  mit  überhöhter Bewertung und die damit verbunden faulen Kredite in den Bilanzen der Banken  werden  quasi abgeschrieben. Bisher hatten es viele Finanzinstitute vermieden, Verluste zu realisieren. Stattdessen spekulierten sie darauf, ihre Immobilien in einigen Jahren mit weniger Verlust verkaufen zu können.

Die Immobilienwerte, die die Banken nach dem Platzen der Immobilienblase angehäuft haben und die sie zu den ursprünglich kalkulierten Preisen nicht auf den Markt bringen können sollen in externe Gesellschaften ausgegliedert werden.

Die Regierung erhofft sich dadurch auch eine wertrealistische Entwicklung der Immobilienpreise und Anreize für potenzielle Käufer.

Man setzt auf weiter sinkende Preise am Immobilienmarkt um Kaufanreize zu schaffen.  Ob die Erwartung in Erfüllung geht ist fraglich. Viele Investoren werden weiter zuwarten bis der Bodensatz der Wertentwicklung erreicht scheint.

Für die Verkäufer bedeutet es einen weiteren Wertverlust ihres Eigentums. Die Immobilienpreise sind seit Beginn der Krise bereits um bis zu 40 Prozent gefallen.

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