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Spanien will Alarmzustand im Flugverkehr verlängern

 

Es gilt als sicher, dass der während des wilden Streiks der Fluglosten in Spanien ausgerufene Alarmzustand verlängert wird. Bei einer Kabinettssitzung am Dienstag (14.12.) einigte man sich darauf einen Antrag auf Verlängerung beim Parlament einzureichen.Damit bleiben die streitlustigen Fluglotsen bis zum 15. Januar unter dem Kommando des Militärs. Die Regierung will so sicherstellen, dass es keine Störungen an Weihnachten und Anfang Januar gibt. Man will außerdem weiteren finanziellen Schaden abwenden.

Anfang Dezember hatten die spanischen Fluglotsen mit einem wilden Streik den kompletten Luftverkehr für mehr als 20 Stunden lahmgelegt und damit auch den gesamten europäischen Flugverkehr gestört. Bei dem Streik ging es u. a. um zu viele Überstunden und den geplanten teilweisen Verkauf der staatlichen Flughafenverwaltungen Aena.
Die Regierung hatte mit Härte reagiert und den Arbeitskampf mit dem Ausrufen des Alarmzustandes ein Ende bereitet.
Die Lotsen unterstehen somit dem Militär und riskieren bei Befehlsverweigerungen lange Haftstrafen. Im Rahmen des Alarmzustandes hat die Regierung Sondervollmachten, er wird immer für 15 Tage ausgerufen und wäre normalerweise an diesem Wochenende ausgelaufen.
Mit der geplanten Verlängerung des Alarmzustandes will man aber offenbar nicht nur die Fluglotsen in Schach halten.

Die geplante Teilprivatisierung der spanischen Flughafenverwaltungen beunruhigt nämlich auch die anderen  Aena Angestellten. Die Flughafenangestellten von Mallorcas Flughafen Son San Joan hatten beispielsweise ebenfalls Protestaktionen für die Zeit vor Weihnachten angekündigt und bei einem Scheitern der Verhandlungen mit Aena einen Streik nicht ausgeschlossen.

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