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Spanien und England streiten weiter um Gibraltar – Kriegsschiffe in Marsch gesetzt

 

Die spanische Regierung will das britische Überseegebiet zum Thema im UNO-Sicherheitsrat machen. Medien berichten am Montag dem 12.08. Außenminister Jose Manuel Garcia-Margallo plane den Streit zwischen London und Madrid nicht nur vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag auszufechten, sondern auch im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York.

Derweil plagen sich Reisende von Gibraltar nach Spanien bei Sommertemperaturen von bis zu 40 Grad mit stundenlangen Wartezeiten am Grenzübergang.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Madrid und London um Gibraltar.

Auslöser für die aktuellen Reibereien sind 70 mit Stacheldraht versehene Betonblöcke, die Gibraltar in der an Spanien angrenzenden Bucht versenkt hat. Offiziell sollen sie dazu dienen, ein künstliches Riff zu schaffen.

Spanien wirft Gibraltar vor, mit den Betonblöcken die spanischen Fischer bei ihrer Arbeit zu behindern, die traditionell in diesen von Gibraltar und Spanien beanspruchten Gewässern fischen.

Als Reaktion verschärfte die spanische Regierung die Grenzkontrollen.

Die britische Regierung prüfe mögliche rechtliche Schritte gegen Spanien, gab Downing Street am Montag dem 12.08. in London bekannt.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte zuvor am Freitag Maßnahmen zur Verteidigung der spanischen Interessen angekündigt.

London schickt Kriegsschiffe in die Region, angeblich ein schon lang geplantes Manöver.

Am Dienstag soll die Fregatte "HMS Westminister" auslaufen und binnen einer Woche Gibraltar erreichen. Weitere drei Schiffe sollten schon am Montag britische Häfen in Richtung Mittelmeer verlassen.

Spanien betrachtet die für August vor Gibraltar angesetzte Übung der britischen Kriegsflotte als erneute Provokation.

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