Geburtenrate in Spanien geht zurück

 

Allein im letzten Jahr hat die Zahl der Geburten auf der iberischen Halbinsel um 3,5% abgenommen und lag damit bei 468.430 Lebendgeburten insgesamt.

19,3% aller Geburten entfielen dabei auf Residentinnen ausländischer Herkunft.
Zum Vergleich: Noch 1976 war die Zahl der Geburten deutlich höher, sie betrug insgesamt 676.718.
Das durchschnittliche Alter der Mütter stieg 2011 auf 31,4 Jahre (1976 waren es 28,51 Jahre) und pro Frau gab es im letzten Jahr statistisch gesehen 1,35 Kinder. Damit ist die Anzahl der Geburten bei den Residentinnen in Spanien seit Beginn der Negativentwicklung in 2009 kontinuierlich gefallen. Die Lebenserwartung hingegen verlängerte sich auf 79,1 Jahre bei Männern und 84,9 bei den Frauen.
Vergleicht man die Zahl der Geburten von 468.430 in 2011 mit der Zahl der Todesfälle von 387.347 im gleichen Jahr wird deutlich, dass es im letzten Jahr immer noch eine leichte Bevölkerungszunahme (81.083) in Spanien gegeben hat. Der Geburtenrückgang betrifft aber alle autonomen Regionen mit Ausnahme von Melilla. Hier gab es 2011 eine Fruchtbarkeitsziffer (Lebendgeburten pro 1000 Frauen im Jahr) von 18,66, im Gegensatz zum Schlusslicht Asturien, wo die Fruchtbarkeitsziffer mit 7,3 am niedrigsten in ganz Spanien ist. In Galizien, Aragón, Asturien, Kantabrien, Kastilien-León und Extremadura waren die Sterbeziffern im letzten Jahr höher als die Geburtenrate, hier nimmt die Bevölkerung ab.

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